Für die französischen Verwaltungsrichter ist es erwiesen, dass Al-Manar in seinen Programmen «zu Hass und Gewalt wegen Religion oder Nationalität anstiftet». Der Sender steht angeblich der extremistischen Hisbollah nahe und solidarisiert sich nicht nur in den Debatten und Nachrichten, sondern auch in den Unterhaltungsprogrammen mit dem Kampf der Palästinenser.
Der Staatsrat, Frankreichs oberstes Verwaltungsgericht, hat angeordnet, dass Eutelsat die Ausstrahlung des libanesischen Fernsehsenders Al-Manar innert 48 Stunden einstellen muss. Die französische Justiz will damit ein Exempel im Kampf gegen antisemitische Hetze statuieren.
Für die französischen Verwaltungsrichter ist es erwiesen, dass Al-Manar in seinen Programmen «zu Hass und Gewalt wegen Religion oder Nationalität anstiftet». Der Sender steht angeblich der extremistischen Hisbollah nahe und solidarisiert sich nicht nur in den Debatten und Nachrichten, sondern auch in den Unterhaltungsprogrammen mit dem Kampf der Palästinenser.
Diese Parteinahme störte nicht nur Israel, denn sie glitt auch nach Auffassung der französischen Medienhüter von der politischen Kritik am Zionismus in offenen Judenhass. Schon 2003 hatte in Frankreich der Repräsentative Rat der Jüdischen Institutionen Alarm geschlagen, als auf Al-Manar eine plump antisemitische Serie ausgestrahlt wurde. Damit begann ein juristisches Seilziehen, ohne das Al-Manar unter den zahlreichen Satellitensendern vielleicht in anonymer Bedeutungslosigkeit verblieben wäre. Das Verbot aber verhilft den libanesischen Fernsehmachern zu unverhofftem Ruhm, sie bezeichnen sich als Märtyrer und als Opfer «einer von der zionistischen Lobby in Frankreich organisierten Kampagne». Und bereits drohen die libanesischen Medienbehörden französischen Sendern mit Retorsionsmassnahmen.
Der französische Gerichtsentscheid ist spektakulär, seine unmittelbaren Folgen sind jedoch eher symbolisch. Eutelsat wird die Verbreitung von Al-Manar unterbrechen, was technisch gar nicht so einfach ist; denn zusammen mit Al-Manar werden auch acht andere arabische Fernsehprogramme für das Publikum in Europa ausgestrahlt. Dank Arabsat und via Internet kann man Al-Manar indes auch weiterhin empfangen. Paris schafft jedoch einen Präzedenzfall. Laut den Medienüberwachern des Conseil Supérieur de l'Audiovisuel müssen «zehn bis zwölf» andere Sender wegen rassistischer Programme mit ähnlichen Sanktionen rechnen.
Montag, 4. Februar 2008
Hisbollah-Satellitensender "Al-Manar" wird in Frankreich gekippt
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Freitag, 18. Januar 2008
Arabischer Antisemitismus für Juden gefährlicher als Rechtsextremismus?
Wie bereits in meinem Blog berichtet, steigt der Anteil des arabisch Antisemitismus stark an. Vor allem durch Propagandasender, so wie der Hisbollah-Sender "al-Manar", steigt der Hass unter arabischen Jugendlichen auf Juden stark an.
Ein gesellschaftliches Tabu? Viele trauen sich, immer mehr darüber zu reden. Ein Artikel aus der "Zeit" (zwar schon älter - Juni 2007 - aber trotzdem richtig):
Viel gefährlicher für die jüdischen Gemeinden ist jedoch der spontane Alltagsantisemitismus mit islamischem Hintergrund – auf der Straße, in der U-Bahn, im Sportverein. In den Köpfen einiger muslimischer Jugendlicher hat sich ein tiefer Judenhass eingenistet. Einige sympathisieren offen mit der Judenvernichtung im »Dritten Reich«. »Hitler gefällt mir«, bekennt ein Jugendlicher der Alice-Salomon-Fachhochschule in Berlin. »Der hat’s damals richtig gemacht mit den Juden. Die Juden machen es jetzt genauso mit den Palästinensern.«
Solche Auffassungen tauchen auch in Rap-Songs auf, die unter Jugendlichen über Handy und Internet zirkulieren.
Kein Wunder, dass sich die Aggressivität immer häufiger in Straftaten entlädt. Zwar hat die überwiegende Zahl judenfeindlicher Vorfälle braune Wurzeln. Doch stieg die Zahl der Volksverhetzungen und Schmierereien mit muslimischem Hintergrund laut der polizeilichen Kriminalstatistik 2006 um mehr als 100 Prozent. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 88 registrierte antisemitische Straftaten mit muslimischen Tatverdächtigen. Dabei waren Gewalttaten noch eher selten. 2006 waren es sieben. Ein Beispiel aus dem Berliner Polizeibericht, Tatort Friedrichstraße: »Der Beschuldigte rief einer jüdischen Reisegruppe aus Litauen zu, dass es schade wäre, dass Hitler sie vergessen hätte. Er sei Palästinenser und würde alle Juden umbringen. Im Rahmen einer verbalen Auseinandersetzung trat er den Geschädigten in den Genitalbereich.«
Der Direktor des Berliner Landeskriminalamtes, Peter-Michael Haeberer, warnt davor, die Gefahr judenfeindlicher Straftaten mit muslimischen Tatverdächtigen wegen der geringen Zahl zu bagatellisieren. »Es gilt, die Zahl und die psychologische Wirkung zu betrachten. Schon Schmierereien hinterlassen einen ungeheuer negativen Eindruck.«
Eine Schlüsselrolle bei der antijüdischen Hetze spielen türkische und arabische Fernsehsender, deren Programme über Satellit auch in Wohnzimmer in Deutschland flimmern, vor allem die antijüdischen Slogans des Hisbollah-Senders al-Manar. Von Joachim Wagner Viele muslimische Jugendliche in Deutschland denken antisemitisch. Und ihre Gewaltbereitschaft wächst Berlin Nach einem 0:2-Pausenrückstand entlud sich der Frust der Helgoländer in groben Fouls und wüsten Beleidigungen. »Guck nicht so hässlich, du Scheißjude, ich ficke deine Mutter«, bekam Christopher Jeckl von seinem Gegenspieler ins Gesicht geschleudert. Zwei Makkabi-Spieler wurden nach dem Match im November 2006 bespuckt und körperlich angegriffen, eine Strafanzeige wollten sie nicht stellen. Ronald Popp, Trainer des TuS Makkabi: »Die Jungs haben sich aus Angst geweigert. Es kam zu bedrohlichen Äußerungen wie: Wir finden euch auch, wenn ihr uns anzeigt.« Zwei Monate vorher waren die antisemitischen Ausfälle für die zweite Herrenmannschaft des TuS Makkabi noch unerträglicher – diesmal beim Spiel gegen den VSG Glienicke im Osten Berlins. Nachdem Fans »Jude verrecke« und »Wir bauen eine UBahn nach Auschwitz« gebrüllt hatten und der Schiedsrichter gegen die braunen Krakeeler nicht eingeschritten war, verließ die jüdische Mannschaft den Platz. Es ist diese doppelte Bedrohung durch braunen und muslimischen Antisemitismus, die derzeit bei Juden dunkle Erinnerungen weckt. »Im Alltag sind immer weniger Juden bereit, ihr Judentum nach außen hin zu demonstrieren. Die Insignien, Kippa und Judenstern, werden nicht mehr öffentlich getragen«, sagt Gideon Joffe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Berlin. Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden, registriert eine »steigende Gewaltbereitschaft unter vielen muslimischen Jugendlichen gegenüber Juden«. Ja, er geht sogar noch einen Schritt weiter: »Die Gewaltbereitschaft im muslimischen Lager ist vergleichbar mit der im rechtsextremen Lager.« In der Nacht zum 2.Oktober 2000 wurde ein Brandanschlag auf die Düsseldorfer Synagoge verübt. Für die rot-grüne Bundesregierung war dieser Terrorakt der letzte Anstoß, das NPD-Verbotsverfahren in Gang zu setzen. Pech nur, dass sie in diesem Fall die falsche Spur verfolgte. Denn bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass ein Palästinenser und ein Marokkaner die Molotowcocktails geworfen hatten. Zur Tat getrieben worden seien sie, bekannten sie später, durch Fernsehbilder eines toten palästinensischen Jungen, der von israelischen Soldaten erschossen worden war. Dass die erste antisemitische Gewalttat mit muslimischem Hintergrund in Deutschland im Oktober 2000 verübt wurde, ist kein Zufall. Mit dem Start der zweiten Intifada im September wuchs der Antisemitismus islamischer Einwanderer in Deutschland. Der Palästinakonflikt hat nach Ansicht des Islamwissenschaftlers Michael Kiefer die arabischen Gesellschaften »mit Antisemitismus aufgeladen«. Auch hierzulande glauben viele muslimische Jugendliche daran, dass deutsche Juden für die Politik Israels verantwortlich sind: Die Islamismus-Expertin Claudia Dantschke beobachtet eine »Vermischung von Israelkritik mit klassischen antisemitischen Stereotypen. Israel ist Symbol und Beweis dafür, dass der Jude böse ist.« Den Antisemitismus islamistischer Organisationen hat die Bundesregierung bekämpft, wo es juristisch möglich war: 2001 hat sie Kaplans »Kalifstaat«, 2003 die panislamische Hisb ut-Tahrir und 2006 den Verlag der türkischen Zeitung Anadoluda Vakit auch wegen antijüdischer Hetze verboten. Für den Präsidenten des Verfassungsschutzamtes von Nordrhein-Westfalen, Hartwig Möller, kann das nur ein Anfang sein. Sein Amt »beobachtet mit Sorge, dass der Antisemitismus in islamistischen Kreisen weiter zunimmt«. Viel gefährlicher für die jüdischen Gemeinden ist jedoch der spontane Alltagsantisemitismus mit islamischem Hintergrund – auf der Straße, in der U-Bahn, im Sportverein. In den Köpfen einiger muslimischer Jugendlicher hat sich ein tiefer Judenhass eingenistet. Einige sympathisieren offen mit der Judenvernichtung im »Dritten Reich«. »Hitler gefällt mir«, bekennt ein Jugendlicher der Alice-Salomon-Fachhochschule in Berlin. »Der hat’s damals richtig gemacht mit den Juden. Die Juden machen es jetzt genauso mit den Palästinensern.« Solche Auffassungen tauchen auch in Rap-Songs auf, die unter Jugendlichen über Handy und Internet zirkulieren. Kein Wunder, dass sich die Aggressivität immer häufiger in Straftaten entlädt. Zwar hat die überwiegende Zahl judenfeindlicher Vorfälle braune Wurzeln. Doch stieg die Zahl der Volksverhetzungen und Schmierereien mit muslimischem Hintergrund laut der polizeilichen Kriminalstatistik 2006 um mehr als 100 Prozent. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 88 registrierte antisemitische Straftaten mit muslimischen Tatverdächtigen. Dabei waren Gewalttaten noch eher selten. 2006 waren es sieben. Ein Beispiel aus dem Berliner Polizeibericht, Tatort Friedrichstraße: »Der Beschuldigte rief einer jüdischen Reisegruppe aus Litauen zu, dass es schade wäre, dass Hitler sie vergessen hätte. Er sei Palästinenser und würde alle Juden umbringen. Im Rahmen einer verbalen Auseinandersetzung trat er den Geschädigten in den Genitalbereich.« Der Direktor des Berliner Landeskriminalamtes, Peter-Michael Haeberer, warnt davor, die Gefahr judenfeindlicher Straftaten mit muslimischen Tatverdächtigen wegen der geringen Zahl zu bagatellisieren. »Es gilt, die Zahl und die psychologische Wirkung zu betrachten. Schon Schmierereien hinterlassen einen ungeheuer negativen Eindruck.« Eine Schlüsselrolle bei der antijüdischen Hetze spielen türkische und arabische Fernsehsender, deren Programme über Satellit auch in Wohnzimmer in Deutschland flimmern, vor allem die antijüdischen Slogans des Hisbollah-Senders al-Manar. In einigen Berliner Schulen wird das Leben für jüdische Schüler durch Konflikte mit muslimischen Kameraden immer unerfreulicher. Im November 2006 konnte ein jüdisches Mädchen zwei Tage nur unter Polizeischutz in ihre Schule gehen, weil ein Eifersuchtsstreit mit einer muslimischen Mitschülerin eskaliert war. Das beschimpfte und geschlagene Mädchen ist inzwischen auf ein jüdisches Gymnasium gewechselt. Dort haben in jüngster Zeit zehn jüdische Schüler Zuflucht gesucht, weil sie Judenwitze und Beleidigungen muslimischer Schüler auf ihren früheren Schulen nicht mehr aushalten konnten. Zu ihnen gehört auch Mark B.: »Muslimische Jugendliche haben permanent Judenwitze gemacht, über die alle gelacht haben. Und bei einem Klassenausflug ins KZ Sachsenhausen sagte ein Mitschüler vor einem Verbrennungsofen: Mark, da gehörst du hin.« Seinen Lehrern seien solche Vorfälle »egal« gewesen, sagt Mark B. Die türkische und die palästinensische Gemeinde in Berlin sehen die Gefahr, versuchen sie aber zu relativieren. »Stereotype wie ›Den Holocaust hat es nie gegeben‹ kommen in der muslimischen und der deutschen Gesellschaft vor«, sagt Ahmad Muhaisen, Vorsitzender der palästinensischen Gemeinde. Er verurteilt zwar »Einzelfälle«, warnt aber davor, »dass die jüdische Gemeinde diese Vorfälle hochspielt und damit von dem ursprünglichen Thema, dem Zuwachs des Rechtsradikalismus in Deutschland, ablenkt«. In Berliner Stadtteilen mit einem hohen islamischen Bevölkerungsanteil ist die Atmosphäre so feindselig geworden, dass einige Juden weggezogen sind. Das würde Alexander Golubs nie tun, obwohl er schon mehrfach attackiert wurde. Auch den Davidstern will er weiter offen tragen: »Der Davidstern ist ein Stück unserer Religion, der schon ein paar Tausend Jahre alt ist. Damit sollte man sich in der multikulturellen Gesellschaft nicht verstecken. Ich will damit beweisen, dass Toleranz in Berlin noch existiert.«»Hitler gefällt mir«
In der zweiten Halbzeit stand das Spiel der A-Jugend von TuS Makkabi, einem jüdischen Fußballverein, und dem TSV Helgoland mit vorwiegend muslimischen Spielern kurz vor dem Abbruch.
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Donnerstag, 10. Januar 2008
Lutz Huth, Juwelier in Hannover
"Aus Ihrem Gefasel spricht die typische Unwissenheit neudeutschen Gutmenschentums, was sich in Ihrem „allerschärfsten Protest und in Ihrem „Unverständnis“ manifestiert. Für Typen wie Sie, ist eine Meinung, die nicht kongruent, gar konträr zu der von dem Regime der indoktrinierten Masse verordnet worden ist, zu der auch Sie ganz offensichtlich gehören, „absolut unakzeptabel“, wahrscheinlich auch noch „unerträglich“, die andere oft benutzte Agitpropworthülse deutscher Devotisten." Ich hatte Lutz Huth, einem Juwelier aus Hannover, nach meinem Blog über das Pali-Tuch folgende Email geschickt: Sehr geehrter Herr Huth, ich habe bei henryk-broder.com einen Leserkommentar gefunden, der mit Ihrem Namen unterzeichnet und auf ihre Homepage verlinkt ist. (http://henryk-broder.com/2007/12/20/lesermeinung-zion-zieht-zu-felde/) Falls Sie wirklich der Urheber dieser Unschrift sein sollten, möchten ich Ihnen hiemit meinen allerschärfsten Protest und mein absolutes Unverständnis mitteilen: Dass Sie als Deutscher Geschäftsmann eine solche antisemitische und - nebenbei bemerkt - auch noch nicht den Fakten entsprechende Haltung und Meinung verbreiten, ist absolut unakzeptabel. Wenn Sie wirklich diese Meinung vertreten sollten, werde ich entsprechende Schritte planen und ihr Geschäft in Zukunft meiden. Markus Riedel, Hannover Die Antwort kam heute: Werter Herr Riedel! Ihren Vorsatz, mein Geschäft, es ist übrigens das Geschäft meiner türkischen Ehefrau, die obendrein auch noch Jüdin ist, nicht mehr betreten zu wollen, ist sicherlich eine begrüßenswerte Entscheidung Ihrerseits.
Aus Ihrem Gefasel spricht die typische Unwissenheit neudeutschen Gutmenschentums, was sich in Ihrem „allerschärfsten Protest und in Ihrem „Unverständnis“ manifestiert. Für Typen wie Sie, ist eine Meinung, die nicht kongruent, gar konträr zu der von dem Regime der indoktrinierten Masse verordnet worden ist, zu der auch Sie ganz offensichtlich gehören, „absolut unakzeptabel“, wahrscheinlich auch noch „unerträglich“, die andere oft benutzte Agitpropworthülse deutscher Devotisten.
Wüßten Sie wovon Sie reden, was Sie ganz offensichtlich nicht tun, denn dann wüßten Sie, wer zu der Gemeinschaft der Semiten gehört und hätten sich nicht der zionistischen „Totschlagkeule“ Antisemitismus, sondern Judenaversion, Judenhaß oder ähnlichem bedient.
Aus Ihren Zeilen spricht der Kleingeist deutscher Nachkriegskastraten und deren Gutheißung des in der BRD, dank des §130 StGB (Volksverhetzung) ausgeübten Gesinnungsterrors, sowie eine Blockwartmentalität und das damit verbundene Denunziantentum, die sich in Ihrem Abschlußsatz potenzieren: „Wenn Sie wirklich diese Meinung vertreten sollten (merke: vertreten, nicht erst beim äußern), werde ich entsprechende Schritte planen“.
Was für Schritte wollen Sie denn planen? Mich bei den Gesinnungschnüfflern des Verfassungsschutzes denunzieren? Meine Schaufensterscheibe nachts heimlich einschmeißen? Linke Schläger der „Antifa“ vor meinem Geschäft postieren mit einem Schild, auf dem die Aufschrift prangt „Kauft nicht bei Rechten“, dieselbe Methode übrigens die es nach 1933 schon einmal gab, wie Sie sicherlich wissen, nur das auf den Schildern „Kauft nicht bei Juden“ damals prangte.
Lutz Huth
Was für ein Gerede, was für unbegründete Angriffe und Unterstellungen! Ich überlasse dem werten Leser, sich sein Bild über diesen Menschen zu machen.
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Freitag, 4. Januar 2008
»Nie wieder« oder »business as usual« ?
Differenziert man in Deutschland zwischen einem nichtakzeptabelem deutschen und einem akzeptabelem arabischen Antisemitismus?
Nach dem Motto: Wenn jüdische Schüler in deutschen Schulen beleidigt werden, geht das nicht, aber wenn ein iranischer Präsident oder die Hamas Israel drohen und beschimpfen, dann geht das in Ordnung? Zumindest anscheinend soweit, was die wirtschaftlichen Beziehungen z.B. zum Iran betrifft.
Differenziert man in Deutschland zwischen einem nichtakzeptabelem deutschen und einem akzeptabelem arabischen Antisemitismus?
Nach dem Motto: Wenn jüdische Schüler in deutschen Schulen beleidigt werden, geht das nicht, aber wenn ein iranischer Präsident oder die Hamas Israel drohen und beschimpfen, dann geht das in Ordnung? Zumindest anscheinend soweit, was die wirtschaftlichen Beziehungen z.B. zum Iran betrifft. Dies werden durch (fast) nichts getrübt.
Der Antisemitismus ist vielleicht schon größer - auch in Deutschland - als man denkt.
Ein paar Ausschnitte aus einem Buch von
Matthias Küntzel: Islamischer Antisemitismus und deutsche Politik – ›Heimliches Einverständnis‹? Lit-Verlag, Münster 2007:
Im Deutschen Historischen Museum sammelte sich während einer Exkursion eine Gruppe muslimischer Jugendlicher vor der Nachbildung einer Gaskammer des Konzentrationslagers Auschwitz, um zu applaudieren. (...)
Antisemitische Karikaturen, Dissertationen, Programme und Leitkommentare ergänzen das Bild. Die Machart dieser Agitation geht über das gewöhnliche antisemitische Vorurteil, das Juden diskriminieren will, hinaus. Wir haben es mit einem extremen Antisemitismus zu tun, der Juden dehumanisiert und dämonisiert, um sie zu töten. (...)
(...) fördert das Innenministerium in Verbindung mit der Bundeszentrale für politische Bildung seit 2007 ein Projekt gegen den Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen, das mit »Mobilen Aktions- und Beratungsteams« sowie Leitfäden und Material für den Unterricht Abhilfe schaffen will. (...)
Die Bundesregierung lässt den Export antisemitischer Filme, Predigten oder Schriften aus Saudi-Arabien, Ägypten, der Türkei und dem Iran nach Europa und Berlin stillschweigend zu. Das ist, als würde das Innenministerium Anti-Heroin-Kampagnen an öffentlichen Schulen inszenieren, während gleichzeitig das Außenministerium die Einfuhr von Heroin nach Deutschland legalisiert. (...)
Während »Mobile Beratungsteams« erfolglos dem Antisemitismus unter jugendlichen Muslimen hinterherjagen, setzt die Hizbollah mithilfe von al-Manar die Rekrutierung neuer Antisemiten und Selbstmord-Terroristen in den einschlägigen Berliner Wohnstuben ungestört und rund um die Uhr fort. (...)
So hatten beispielsweise die USA im März 2002 Saudi-Arabien und andere arabische Länder in einer per Rundfunk übertragenen Erklärung aufgefordert, »die antijüdische Hetze in Zeitungen sowie Rundfunk- und Fernsehsendern zu untersagen«. (...)
Im Jahr 2004 wurde das Außenministerium der USA gesetzlich zur weltweiten Überprüfung aller antisemitischen Tendenzen und der dagegen unternommenen Regierungsmaßnahmen verpflichtet. (...)
Selbst das in seiner Außenpolitik betont araberfreundliche Frankreich wurde tätig. So setzte die Staatsanwaltschaft in Paris ein Verfahren gegen den Herausgeber der ägyptischen Tageszeitung Al-Ahram wegen Anstachelung zum Antisemitismus in Gang. Die französische Regierung hat für ein Verbot der Ausstrahlung des arabischen Senders al-Manar gesorgt und den Sender zumindest vom europäischen Satellitennetz ausgeschlossen. Spanien und die Niederlande schlossen sich diesen Maßnahmen an. (...)
Und jetzt, wo die Vernichtung Israels nicht nur freimütig angekündigt, sondern konkret mithilfe von Urananreicherung und Plutoniumproduktion vorbereitet wird? Diesmal hat kein einziger Botschafter der EU, und sei es nur für einen Tag, Teheran verlassen. Keine einzige iranische Industriemesse wurde mit einer Absage auch nur eines einzigen deutschen Ausstellers konfrontiert. Stattdessen hat die Bundesregierung in den Jahren 2006 und 2007 deutsche Neuinvestoren im Iran mit staatlichen Bürgschaften belohnt und so das Mullahregime und indirekt auch al-Manar gestärkt. (...)
(...) weil es den deutschen Exportinteressen dient. Es nützt ihnen auf der einen Seite, wenn die Übergriffe auf Juden in Berlin unterbunden werden, könnten doch derartige Vorfälle, die an Vergangenes erinnern, die internationalen Geschäftsbeziehungen trüben. Es befördert ebenso das Geschäft, wenn man im Umgang mit den islamischen Handelspartnern gerade umgekehrt verfährt und sich die guten Gewinnchancen von den genozidalen Absichten und den antisemitischen Äußerungen eines Ahmadinejad nicht verderben lässt. Das Beispiel ist der Iran: Auch jetzt »bleibt Iran für deutsche Unternehmen ein wichtiger Markt im Nahen und Mittleren Osten«, wirbt im Juni 2007 die Homepage des Auswärtigen Amts. »2006 exportierte Deutschland Waren im Wert von über 4,11 Milliarden Euro nach Iran (- 7 % gegenüber 2005). Wichtigste Exportgüter waren – wie schon in den Vorjahren – Maschinen, Anlagen und Kfz-Teile und -Komponenten, Eisen- und Metallerzeugnisse und chemische Erzeugnisse.« (...)
Bekanntlich hat Ahmadinejad den Countdown für Israels Vernichtung schon angezählt, gleichwohl geht das Gros der Journalisten, Politiker, Zivilgesellschafter – von der politischen Linken ganz zu schweigen – darüber hinweg. Der Widerspruch zwischen dem »Nie wieder« und dem »business as usual« scheint ihnen nicht einmal ins Bewusstsein zu gelangen, ist nicht einmal Gegenstand der Diskussion. (...)
(...) im Jahr 2003 hatten 59 Prozent der Europäer in einer Umfrage der Europäischen Kommission erklärt, dass Israel »die größte Bedrohung für den Frieden in der Welt« sei – vor Iran, Syrien, Nordkorea oder den USA. In Deutschland und Österreich war der Anteil derer, die den Staat Israel als die größte Gefährdung für den Frieden betrachteten, mit 65 und 69 Prozent besonders hoch. (...)
Veränderte sich dieses Image, nachdem Israel den Gaza-Streifen im Sommer 2005 hatte räumen lassen? Keineswegs. Im November 2006 ließ die BBC 28 000 Menschen in 27 Ländern fragen, welches Land die Weltpolitik am negativsten beeinflusse. Auch auf dieser Liste landete Israel mit 56 Prozent der Stimmen vor dem Iran, den USA und Nordkorea auf dem ersten Platz. In Deutschland war der Anteil derer, die Israel ankreuzten, mit 77 Prozent erneut besonders hoch. (...)
Wer Israel zum Bösen stempelt, nimmt den Antisemitismus der Islamisten nicht wirklich wahr. Wer den Antisemitismus der Hizbollah und der Hamas aber nicht wahrnimmt, verkennt das Motiv ihrer Angriffe auf Israel und wird dazu neigen, selbst noch Selbstmordattentate zu »Verzweiflungstaten« zu verklären. Wer Israel aber für den Selbstmordterror und die Angriffe mit Kassam-Raketen verantwortlich macht, wird mit jeder Eskalation dieses Terrors den jüdischen Staat um so mehr verurteilen und somit immer tiefer in das Denkgebäude des Antisemitismus hineingezogen werden, was die Chance, den Antisemitismus als das eskalierende Moment zu identifizieren, weiter reduziert und so weiter und so fort. Der entscheidende Grund für diese fortgesetzte Ignoranz ist ein Zerrbild von Israel, das sich in den Massenmedien längst verselbständigt hat. (...)
So hatte Volker Perthes, der Direktor der einflussreichen Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), die die Bundesregierung und den Bundestag in außenpolitischen Fragen berät, im Juli 2006 in einem Rundfunkinterview kurz nach Beginn des Libanonkriegs zwischen den Kriegsakten der Hizbollah und denen Israels sorgfältig differenziert: Was im südlichen Libanon passiere – die Konterangriffe Israels –, sei »natürlich Krieg«, so Perthes, während, »was im Norden Israels geschieht, … möglicherweise mehr eine Art von Kleinkrieg ist, an den sich Bürger gewöhnt haben«. Raketen auf Israel werden hier als gewöhnlich bewertet, Raketen aus Israel aber als Krieg. Dass Perthes in diesem Interview den Antisemitismus der Hizbollah ausblendet und diese Organisation stattdessen gleich drei Mal nacheinander als »nationale Befreiungsorganisation« würdigt, ergänzt das parteiische Bild. (...)
Ein Iran mit Atomwaffen, erklärt beispielsweise Udo Steinbach, der Direktor des Hamburger Orient-Instituts, sei »nicht ipso facto eine Bedrohung … sondern das Land bekäme international einen neuen Status. … Europa wäre sicher das letzte Ziel, das dem Iran einfallen würde«, beruhigt uns der Islamwissenschaftler, wäre doch die Bombe eher »für seine Nachbarn« ein Problem, »für eine säkulare Türkei und natürlich für Israel«. (...)
Genauso wenig, wie es für muslimische Jugendliche in Berlin ein vernünftiges Motiv gibt, jüdische Mitschüler anzugreifen, genauso wenig gibt es für den Iran ein vernünftiges Motiv, Israel zu bedrohen. Der eigentliche Antrieb ist in beiden Fällen antisemitischer Natur – ein Antisemitismus, von dem der Hamburger Orientwissenschaftler ebenso wie das Auswärtige Amt nichts wissen will, ein Antisemitismus, der Berliner Juden einschüchtert und quält, während er Israel und die Welt gefährdet.
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Montag, 24. Dezember 2007
Hannoverscher Juwelier verteidigt das "Pali"-Tuch
Lutz Huth, seines Zeichens Juwelier und Uhrmacher in der Kröpckepassage aus Hannover, schreibt in einem Internetblog bei henryk-broder.com:
Haben die religiös-rassistischen Usurpatoren den Palästinensern schon alles genommen, was man einem Volk nehmen kann, ihr Land, ihren Besitz und ihre Lebensmöglichkeiten, so will man ihnen jetzt auch noch das Symbol ihrer Identität stehlen, das “Pali-Tuch”. Mit dem Tragen des “Pali-Tuches” demonstrieren die Deutschen ihre Verbundenheit mit dem palästinensischen Volk. Es ist uns Deutschen lieb und teuer geworden und ans Herz gewachsen. Es ist zur Zeit noch das einzige Symbol was “Rechts” und “Links” gemeinsam tragen. Dieses Tuch ist kein modisches Akzessoir wie es diffamierend hinstellt wird, es ist das Symbol des Kampfes des palästinensischen Volkes gegen seine unmenschlichen Unterdrücker und chauvinistischen Okkupanten, die sich über alle Menschenrechtsgebote stellen – und dies schon seit mehr als 2000 Jahre – diese verachten und mit Füßen treten. Mit diesem Freiheitskampf solidarisieren sich immer mehr Deutsche, trotz des permanent zunehmenden weltweiten Trommelfeuers der zionistischen Welteinheitspresse und dem damit verbundenen Gesinnungsterror, der in einem zunehmenden Maße im zionistischen Protektorat “Deitschland” praktiziert wird.
Lutz Huth, Hannover
Abseits seiner eigentlichen politischen Bedeutung wird das Palästinensertuch in Deutschland in der Jugendkultur auch gerne als Modeaccessoire ohne unmittelbar politischen Symbolgehalt verwendet – die Kufiya hat somit Einzug in die linke oder vermeintlich linke Popkultur erhalten. Das Spektrum des mit dem Tragen des Schals verbundenen Ausdrucks reicht vom eher diffusen „Widerstand“ bis hin zur Solidarisierung mit den Palästinensern.
Die Kufiya wird seit Ende der 1990er Jahre zunehmend auch von Rechtsextremisten und Neonazis (siehe zum Beispiel die Freie Kameradschaften) getragen. Dies geschieht zum einen im Rahmen des Verwendens linker Symbole, das seit den späten 1990er Jahren häufig in der rechtsextremistischen Szene zu beobachten ist, um auf das Sozialistische (oder Revolutionäre) hinzuweisen, ist aber andererseits auch Ausdruck einer antiisraelisch oder schlicht antisemitisch motivierten Parteinahme für die Palästinenser im Nahost-Konflikt.
Insbesondere die antideutsche Linke und Teile der antinationalen Linken kritisieren das Tragen der Kufiya als Symbol des Kampfes gegen Israel.
Hmm ... Wie kann ein deutscher Geschäftsmann so dermaßen verbohrt und verdreht sein? Unglaublich.
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Markus
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24.12.07
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Donnerstag, 25. Oktober 2007
Israel Report von Livets Ord/Schweden
Sehr gute Hintergrundinformationen und Analysen liefert der wöchentlich erscheinende Israel-Report. Er wird auch ins Deutsche übersetzt und erscheint immer Freitags.
Hier findet man die aktuelle Liste aller Reporte.
Und hier kann man den Israel Report abonnieren.
.
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Markus
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25.10.07
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Samstag, 13. Oktober 2007
Juden: Sind Evolution und Schöpfungslehre vereinbar?
Auch bei den Juden stellt sich diese elementare Frage und auch hier wird sie kontovers diskutiert.
Rabbiner Shraga Simmons (Jerusalem) sagt. dass die Evolution den in der Bibel geschilderten Ablauf der Weltentstehung bestätigt, ohne eine umfassende Erklärung zu bieten. An einem Punkt gebe es einen deutlichen Unterschied, nämlich bei der Frage, ob die Entwicklung durch Zufall geschah, wie es die Evolutionslehre besagt: Der Mensch sei nicht nur „ein Affe mit etwas mehr Grips“, sondern ein völlig anderes Wesen. Der Mensch unterscheide sich von allen anderen Lebewesen dadurch, dass Gott ihm seinen Atem eingehaucht habe.
Anderer Ansicht ist der Wissenschaftsjournalist Bas Kast (Berlin). Er hält Evolution und Schöpfungslehre für unvereinbar. Er plädiert dafür, die Entstehung der Welt ohne Gott zu erklären. Seit Charles Darwin (1809-1882), dem englischen Naturforscher und Begründer der Evolutionstheorie, wisse man, woher der Mensch stamme. Kast: „Wir sind das Ergebnis einer langsamen Entwicklung, die mit ganz einfachen Molekülen anfing und in so etwas Komplexem endete wie Menschen oder Elefanten.“
aus IDEA: Sind Evolution und Schöpfungslehre vereinbar?
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Markus
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13.10.07
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Donnerstag, 11. Oktober 2007
Israel nach Alaska oder doch Schleswig-Holstein?
Es hat schon mehrere "Ideen" und "Vorschläge" gegeben, wo die Juden leben sollen. Natürlich kamen diese eher von den judenfeindlichen Gruppierungen, aber auch Theodor Herzl macht sich in seinem Buch "De Judenstaat" (bekommt man hier als Word-Dokument) Gedanken, wo Israel sein Heimatland errichten soll. Für ihn kam auch Argentinien in Betracht.
Nun hat der iranische Präsident Ahmadinedschad das Thema neu aufgegriffen. Bei einer Ansprache anläßlich des alljährlichen Kuds-Tag, an dem Iraner ihre Solidarität mit den Palästinensern demonstrieren, sagte er:
"Die Welt solle nicht meinen, dass der Iran oder andere Länder "ihre Hände von der Kehle der Zionisten und ihrer Anhänger nehmen", so Ahmadinedschad. Er fügte hinzu: "Die Europäer wollen die zionistische Herrschaft in ihrer eigenen Region nicht ertragen, aber dem Nahen Osten aufzwingen. Gebt ihnen das weite Land von Kanada und Alaska, damit sie sich dort ansiedeln können."
Bereits früher hatte der iranische Präsident eine Verlegung des jüdischen Staates nach Schleswig-Holstein gefordert.
aus factum: Ahmadinedschad: Israel nach Alaska verlegen
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Markus
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11.10.07
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