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Mittwoch, 9. Januar 2008

Volker Beck: Ein Mann und seine Leidenschaft

MdB Volker Beck, Grüner und bekennender Homosexueller, macht Jagd auf alle, die angeblich "gefährliche Psychokurse und minderheitenfeindliche Angebote“ anbieten bzw. machen:
"Frau von der Leyen muss sich von christlich-fundamtentalistischen, selbsternannten "Homosexuellenheilern" distanzieren!"

Es geht um das Christival, das vom 30. April bis 4. Mai in Bremen stattfindet, auf dem es ein Seminar (von 225 Seminaren) geben wird - „Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung“ -, das von zwei Mitarbeitern des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft (Reichelsheim/Odenwald) angeboten werden sollte.

UPDATE: Unter idea.de kann man eine interessante Pro- und Contra-Diskussion lesen.

MdB Volker Beck, Grüner und bekennender Homosexueller, macht Jagd auf alle, die angeblich "gefährliche Psychokurse und minderheitenfeindliche Angebote“ anbieten bzw. machen.
Bei solchen Angeboten erschrickt man ja glatt.

Bei Abgeordnetenwatch.de schreibt er bzw. sein Büro:
Frau von der Leyen muss sich von christlich-fundamtentalistischen, selbsternannten "Homosexuellenheilern" distanzieren!

Es geht um das Christival, das vom 30. April bis 4. Mai in Bremen stattfindet, auf dem es ein Seminar (von 225 Seminaren) geben wird - „Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung“ -, das von zwei Mitarbeitern des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft (Reichelsheim/Odenwald) angeboten werden sollte.

Folgendermaßen war das Seminar beschrieben:
Seminartitel: 644 Homosexualität verstehen

Seminarbeschreibung:
Manche Menschen leiden unter ihren homosexuellen Neigungen. Im Seminar geht es darum, Verständnis für Ursachen und verschiedene Lebensmöglichketen zu gewinnen.
Monika Hoffmann & Konstantin Mascher, Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft, OJC (Samstag 90 Minuten)

Aus Gründen der Rücksichtnahme haben die die Veranstalter das Seminar nun abgesagt:
"Wir möchten nicht, dass eines von 225 Seminaren dazu führt, dass das Christival mit Kritik überhäuft wird, bevor es überhaupt startet.“

Christlich-fundamentalistische Homosexuellenheiler... Man fragt sich, wer hier fundamentalitisch ist!
Da werden Christen zurückgedrängt, biblische Lehre als christlich-fundamentalistisch gebrandmarkt und gewisse Themen, Ansichten und Meinungen als "nicht-denkbar" deklariert.

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Sonntag, 18. November 2007

Es gab nicht nur Auschwitz, sondern auch den Gulag

Wenn man sich heutzutage anschaut, was heute in der Menschheit als verabscheuenswürdig gilt, dann ist die Nazizeit in Deutschland sicherlich immer unter den TOP3, bestimmt auch zu 90% auf Platz 1.
Und so ist die Weltsicht auch einfach. Aber was ist, wenn man feststellt, das es da noch andere gab, die es noch schlimmer getrieben haben?
Nun schreibt sich sowas als Deutscher immer schwer, denn man gerät schnell unter den Verdacht, das "eigene" Verbrechen relativieren zu wollen.
Ich bin so aufgewachsen, dass die Deutschen das "weltschlimmste" Verbrechen begangen haben. Und dann auch noch gegen das Volk Gottes! Das macht es für einen Christen noch schwerer.

Und damit das hier keiner falsch versteht, was ich schreibe und noch schreiben werde: Die Nazizeit war eine schreckliche und das, was dort geschehen ist, absolut falsch! Und das ist und bleibt auch so, wenn man sich andere Verbrechen anschaut.

Aber trotzdem kann man - auch als Deutscher - sagen: es gab noch andere, schlimme Verbrechen gegen die Menschheit, gegen die Juden.
Unter Stalin wurden ca. 4mal mehr Menschen (ca. 22Millionen) umgebracht, als im gesamten 2.Weltkrieg.
Der Chinese Mao hat wahrscheinlich die allermeisten Menschen umbringen lassen, die je ein Mensch hat umbringen lassen (ca. 35Millionen).

Schlimm - neben diesen schrecklichen, unvorstellbaren Opferzahlen, den einzelnen Schicksalen und die teilweise völlige Unberechenbarkeit der Auswahl der Todesopfer - daran ist, dass diese Zeiten niemals aufgearbeitet wurden.
Die Nazizeit wurde in Deutschland - zum Glück - relativ gut aufgearbeitet. Aber das, was durch die Sowjetunion oder durch China passiert ist, wurde nicht nur nicht aufgearbeitet, sondern wird - auch heute noch - teilweise verharmlost und verniedlicht. Es gibt genug Mao- und Stalin-Anhänger, auch Leute, die die Mao-Bibel immer noch - gerne - lesen.

siehe dazu IDEA.de Es gab nicht nur Auschwitz, sondern auch den Gulag

Und so bleibt die Erkenntnis: Was ungerecht bzw. gerecht ist, was gesellschaftsfähig und was nicht, bestimmen immer noch sehr "eigenartige Mechanismen", um das mal so auszudrücken. Und als Christ kann man wirklich nur sagen: Gerechtigkeit gibt es hier nicht, nur einer kann gerecht sein. Aber trotzdem werden wir weiter dafür einstehen.

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Freitag, 16. November 2007

Rededuell Kirchenmann Huber/Atheist Dawkins

Eingeladen waren:
Der eloquente evangelische Bischof von Berlin-Brandenburg, Wolfgang Huber, der Ratzinger-Schüler und katholische Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke, der Jesuit Heiner Geißler von Attac und Richard Dawkins, Buchautor, Oxford-Professor und Popstar der Atheisten.

Hmm, so richtig doll war das Gespräch nicht, ich hätte mir mehr erwartet. Es war keine Auseinandersetzung, keine wirklich festen Positionen, die da aufeinander trafen, sondern eher "Scharfmacher gegen Weichgespülte".
Es war wohl auch eher ein Tribunal, denn die Verteilung 3:1 ist ja nicht gerade die, die man ein für ein gutes Gespräch braucht.
Und es kamen ein paar sehr unschöne Wahrheiten ans Licht, die Dawkins den 3en abrang.
Z.B. Glauben wir als Christen an die Hölle und erzählen wir das den Leuten auch?

Ein paar Ausschnitte und Pressestimmen:
Huber meinte, das, was Dawkins in seinem Buch kritisiert, betreffe "kritikwürdige Entwicklungen innerhalb des Christentums", Dawkins halte "Zerrbilder des Glaubens für den typischen christliche Glauben", und überhaupt, in Deutschland und Europa finde sich ein ganz anderer Glauben als etwa in den USA. Der Hamburger Weihbischof Jaschke pflichtete Huber bei. An Dawkins gerichtet sagte der katholische Geistliche: "Es gibt Sekten, aber die sind doch nicht die Mehrheit der Christenheit. Übertragen Sie das nicht auf uns, das ist Propaganda."

Nur einmal kritisierte Huber die Evolution, indem er es ablehnte ein "Produkt des Zufalls" sein zu wollen. Dawkins entgegnete, die Rede vom Zufall sei falsch, die Evolution führe über Mutation und Auslese. Punkt. Niemand konterte. Damit war das Kernthema in der Auseinandersetzung mit dem Atheismus auch schon abgehakt!
Ausweichend - um nicht ihren Ruf als aufgeklärte und gebildete Akademiker anzukratzen - gaben die Theologen schliesslich auch noch zu erkennen, dass sie sich selbst von „Fundamentalismus“ distanzierten und z.B. Kreationismus Unsinn sei.

Weil jeder Glaube auf einer Offenbarung beruht und christlicher Glaube nun einmal auf der Bibel als geoffenbartem Wort Gottes, setzt Dawkins da an, wo die Wurzel allen christlichen Glaubens zu finden ist – er selbst würde sagen: die Wurzel allen Übels - in der radikalen Bibelkritik.
Dafür nimmt er die Bibel auseinander und das bei Kerner herausgegriffene Zitat aus Dawkins' Buch ist ein Beispiel für dessen Vorgehen: "Der Gott des Alten Testaments ist – das kann man mit Fug und Recht behaupten – die unangenehmste Gestalt in der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann."
Das sind Sätze, die Millionen Menschen gelesen haben und die Jaschke und Huber zu Recht entsetzt von sich weisen. "Wir sind Menschen mit Verstand, so etwas als Wissenschaftler zu behaupten, ist eine Empörung", sagte Jaschke.
Und weiter Jaschke: "Wir lesen die Bibel als Ganzes, der Schlüssel zu deren Verständnis ist Jesus Christus, wir picken nicht Einzelnes heraus. Dawkins verlässt die Methoden eines Wissenschaftlers."

Plötzlich war man mittendrin in der Diskussion um das Verständnis und die Auslegung der Bibel, die Dawkins auszunutzen wusste. "Die Frage ist doch: Welche Teile der Bibel nimmt man aber wörtlich, welche lehnt man ab?" Und konkret sagte er: "Nehmen Sie etwa die Lehre von der Hölle. Das ist eine Drohung, die mit einem liebenden Gott nichts zu tun hat."
Was kann man darauf antworten als Theologe, als Christ, der im Sonntagsgottesdienst im Glaubensbekenntnis sagt: "Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten."
Der Ex-Politiker Geißler leitete bei Kerner die Antwort der Dawkins-Gegner ein: "Man muss auch einmal Dinge über Bord werfen. Die Hölle ist mit dem Bild eines gütigen Gottes nicht übereinbringbar." Und Bischof Huber ergänzte: "Man muss den Leuten nicht androhen, dass sie in die Hölle kommen, weil sie sich einmal vor Gott zu verantworten haben. Dennoch darf es nicht so sein, dass wir uns das Bild eines niedlichen Gottes aneignen."
Dawkins musste eine Weile nachdenken. Mit dieser Art weichgespülter westeuropäischer Theologie musste er sich erst bekanntmachen. Dann konnte Dawkins nur beglückt zustimmen: "Ich freue mich sehr darüber, dass Kirchen in Deutschland nicht mehr an die Hölle glauben und diese nicht mehr lehren. Doch in Südamerika oder den USA wird das immer noch gelehrt."

Zwar behielt der Atheist insgesamt nicht die Oberhand (wie sollte er auch beim ungleichen Verhältnis von drei gegen einen?) aber wer genau hinhörte, der musste Dawkins – jedenfalls im Rahmen dieser Gesprächsrunde – Recht geben als er meinte, die Bischöfe würden eben nur das aus der Bibel herauslesen, was ihnen passe.
aus Medienmagazin "pro" Dawkins und die Kirchenmänner: Provokante Thesen und factum-magazin.ch ZDF-Talk: Dawkins säte Zweifel

Für "Welt Online" hat Chef-Kommentator Alan Posener einen Kommentar über die Debatte geschrieben.
"Mit weichgespülten westeuropäischen Theologen, die in schöner Einmütigkeit erklären, die Hölle habe für sie 'keine große Bedeutung', ihre Existenz werde von der Kirche 'eigentlich nicht' gelehrt (Jaschke), die 'Kritik der Höllenforschung' sei eine der Stärken der modernen Theologie (Huber) und überhaupt sei 'die Existenz der Hölle unvereinbar mit der Existenz eines gütigen Gottes' (Geißler) hatte Dawkins sichtlich seine Schwierigkeiten.
Wenn der Abend bei Kerner dennoch intellektuell interessant war, so eben deshalb, weil die Ausführungen der Dawkins-Gegner klar machten, wie sehr die christliche Religion in Deutschland heute einerseits zur reinen Lebensphilosophie, andererseits zur Magd der Politik verkommen ist."
aus welt.de Talkshow: Atheist Dawkins stellt sich Kerners Tribunal

Ich habe vor Huber in den letzten Wochen immer mehr Respekt gewonnen, weil er klare Positionen vertreten hat. Die Chance hat er hier eindeutig vertan.
Wer sagt, dass die Stärke der modernen Theologie die "Kritik der Höllenforschung" sei, der geht klar Richtung Allversöhnung (alle Menschen werden gerettet, selbst der Teufel darf am Ende wieder in den Himmel). Schade.

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Dienstag, 13. November 2007

Rededuell Dawkins-Huber im ZDF

Zu einem Rededuell zwischen dem Atheisten Richard Dawkins und führenden Kirchenvertretern wird es in der ZDF-Sendung „Johannes B. Kerner“ (15. November, 23.15 Uhr) kommen.

Der britische Evolutionsbiologe trifft auf den EKD-Ratsvorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), und den katholischen Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke. Vierter im Bunde ist der CDU-Politiker Heiner Geißler. Sie werden über das Buch von Dawkins „Der Gotteswahn“ debattieren. In seinem Bericht vor der EKD-Synode Anfang November in Dresden hatte Huber die „maßlose Polemik“ kritisiert, mit der Dawkins religiöse Erziehung mit Kindesmisshandlung gleichsetze und das alttestamentliche Gottesbild „in einer Weise beschimpft, die historischen Sinn und moralische Proportion in gleicher Weise vermissen lässt“. Dawkins wirft der Religion vor, Menschen zu Mördern zu machen, und verweist unter anderem auf Selbstmordattentate islamischer Fundamentalisten.

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Dienstag, 6. November 2007

Antony Flew: Der Atheist, der konvertierte

Ein Atheist, der zum Deisten (glaubt an einen Gott, aber keinen Bestimmten) wird und sich mit dem Christen- und Judentum beschäftigt?

Antony Flew war einer der vehementesten Vertreter einer darwinistischen, materialistischen Philosophie, welche die Existenz eines göttlichen Wesens ablehnt. Jahrzehntelang war er eine Ikone für Atheisten; seine bekannten Thesen bereiteten den Weg unter anderem für den Atheisten Richard Dawkins.
Der 84-Jährige hatte zunächst Japanisch und dann Philosophie und Geschichte studiert. Ab 1949 dozierte er Philosophie in Oxford. Danach war er 20 Jahre Professor an der Universität von Keele und bis 1983 an der Universität von Reading.
In seinem neuen Buch "There Is a God: How the World's Most Notorious Atheist Changed His Mind" ("Es gibt einen Gott: Wie der berüchtigtste Atheist der Welt seine Meinung änderte"), das vor wenigen Tagen bei "HarperOne" erschienen ist, berichtet Flew von seiner "Konversion" vom Atheisten zum Deisten. Das Cover trägt sein Portrait - auf den Kopf gestellt.

Zwei Faktoren seien für ihn entscheidend gewesen, so Flew: "Der eine war mein wachsendes Verständnis für die Ansichten Albert Einsteins und anderer wichtiger Wissenschaftler, dass es eine Intelligenz geben müsse, die hinter all der Komplexität des physischen Universums steht. Der zweite Faktor war meine eigene Erkenntnis davon, dass die Komplexität selbst - die viel komplexer ist als das physische Universum - nur erklärt werden kann, wenn man eine intelligente Quelle annimmt."

aus Medienmagazin "pro" Antony Flew: Der Atheist, der konvertierte

Das finde ich interessant. Einer, der jahrelang eine andere Meinung vertreten hat, kommt durch Gespräche und Nachdenken darauf, dass es einen Gott geben muss - in seinem Alter und entgegen aller Meinungen seiner Kollegen - Respekt.

Noch ein schöner Satz über Richard Dawkins, Autor von der "Der Gottes-Wahn":
Sein Kollege Dawkins argumentiere, dass der Ursprung des Lebens auf einen "glücklichen Zufall" zurückzuführen sei. "Wenn das sein bestes Argument ist, dann ist das Spiel zu Ende", so Flew.

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Montag, 5. November 2007

Ist die Bibel gefährlich? Christen in China

Ja - meinen nicht nur überzeugt Christen, sondern auch die chinesischen Organisatoren der olympischen Spiele in Peking 2008.

Allerdings aus einem etwas anderen Grunde als wir Christen:
Die Veranstalter der Olympischen Spiele haben bestimmte Gegenstände "aus Sicherheitsgründen" verboten. Athleten ist nicht nur das Mitbringen einer Bibel untersagt, sondern auch das Tragen von anderen religiösen Symbolen. Andere gefährliche Gegenstände sind Video-Kameras und Tassen.

Ein paar Fakten über Christen in China:
In China ist die christliche Religion auf die offiziell registrierten Kirchen beschränkt. Die Regierung geht davon aus, dass es rund 100 Millionen Christen im Land gibt, die unter anderem zu Untergrundkirchen gehören. Es gibt rund 10 Millionen Katholiken. Katholische und protestantische Untergrundkirchen leiden an staatlicher Verfolgung, und viele ihrer Anhänger wurden verhaftet. Bibeln dürfen nur die beiden offiziell anerkannten christlichen Gemeinschaften, die katholische "Patriotische Vereinigung" und die protestantische "Drei-Selbst-Bewegung", drucken und verkaufen. (...) Bibeln dürfen nicht in normalen Buchläden verkauft werden. Als Grund dafür gilt, dass der Staat verhindern wolle, dass "illegale Vertreiber" die Preise in die Höhe trieben. Erst vor kurzem wurde ein Pastor einer Hauskirche wegen des Drucks von Bibeln zu drei Jahren Haft verurteilt.

aus Medienmagazin "pro" Olympische Spiele in Peking: Bibeln müssen draußen bleiben

Verschiedene Besucher aus westlichen Ländern hatten zuvor den Eindruck gehabt, dass man noch nicht von Religionsfreiheit sprechen kann, aber die Entwicklung insgesamt positiv ist.
Aber Entwicklungen verlaufen selten gerade.

UPDATE (09.11.07):
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat Meldungen dementiert, nach denen die Athleten bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking keine Bibeln oder andere religiöse Symbole mit sich führen dürfen. Der DOSB erklärte gegenüber Medienmagazin-pro.de auf Nachfrage, dass die Nachricht offenbar auf ein Missverständnis bei einer Pressekonferenz zurückzuführen sei.

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Donnerstag, 1. November 2007

Das Institut für Glaube und Wissenschaft

Wer sich des Öfteren privat oder auch beruflich/schulisch mit wissenschaftlichen Themen und Glauben (Schöpfung/Evolution, Psychologie, etc.) beschäftigt, der hat unter der Adresse www.iguw.de des Marburger "Institutes für Glaube und Wissenschaft" eine gute Möglichkeit, gute Texte zu lesen und zu studieren.

Hier reihen sich namhafte Autoren und wissenschaftliche Autoritäten untern den Autoren und Rezensoren ein, die aus christlicher und wissenschaftlicher Sicht auf hohem Niveau gesellschaftliche und wissenschaftliche Entwicklungen und Bücher kommentieren. Diese findet man in der Textsammlung.

Wenn man sich die Liste der Autoren einmal durchschaut und auch sieht, wie viele hochrangige und gut ausgebildete Wissenschaftler darunter sind, ist das ein klarer Hinweis darauf, dass es "die" Wissenschaft nicht gibt.
Viele wollen uns weismachen, dass "die" Wissenschaft ein einheitliches Gebilde ist, wo ein Superhaufen schlauer Leute den Glauben an Gott schon längst objektiv widerlegt hat.

Aber in der Wissenschaft selbst gibt es genug unterschiedliche Sichtweisen und Interpretationen der gleichen Fakten. Es gibt dort viel mehr Christen, als viele wahr haben wollen. Und deshalb sollte sich keiner weismachen lassen, dass wir als Christen in der Defensive stehen und gegen einen übermächtigen und unüberwindbaren, weil einheitlichen, Gegner einen aussichtslosen Kampf kämpfen.
Der Atheismus (und mit ihm die Evolutionstheorie) ist genauso eine Religion und erfordert mehr Glaube als es der christliche tut.
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Dienstag, 30. Oktober 2007

Halloween wird immer gruseliger

Es ist erschreckend, wie schnell Halloween sich in den letzten Jahren ausgebreitet hat.
Gut, der Reformationstag war in meiner Schulzeit immer nur ein Tag, über den man sich gefreut hat, weil man schulfrei hatte. Das Vakuum hat schon damals bestanden, niemand hat sich oder uns Kinder mit der Reformation und ihren so wichtigen Konsequenzen beschäftigt.
Und genau da stößt Halloween hinein.

Wie aus einer von Studenten an der Universität Dortmund durchgeführten Untersuchung hervorgeht, zeigen die Kostüme bei deutschen Halloween-Partys mehr Monster und Schreckensgestalten als in den Vereinigten Staaten.
Amerikanern gehe es mehr um das Verkleiden als um Gruselszenen. Die Deutschen inszenierten Halloween dunkler und gespenstischer. In einer Umfrage der Nachrichtenagentur AP und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos vor Halloween (31.Oktober) bekannte rund ein Drittel der erwachsenen US-Amerikaner, an Geister zu glauben. 23 Prozent wollen schon einem Gespenst begegnet sein.

Halloween leitet sich ab von „All Hallows’ Eve“; das bedeutet „Vorabend zu Allerheiligen“. Dieses Fest wurde im Jahr 837 von Papst Gregor IV. als Gedenktag für die christlichen Märtyrer - als „Tag aller Heiligen“ - festgelegt. Man wollte damit die christianisierten Völker keltischen Ursprungs von ihren Bräuchen wegbringen. Dazu gehörte die Vorstellung, dass in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November die Menschen Zugang zur Welt der Geister finden. Die Seelen der Verstorbenen, so meinte man, könnten zurückkehren, etwa in Tiergestalt. Davor fürchteten sich die Menschen. Deshalb versuchte man, die Geister durch Gegenmittel wie Feuer oder Masken zu vertreiben. So wurden Gesichter in Rüben geschnitzt, um die Geister fernzuhalten. Die Sitte mit dem ausgehöhlten Kürbis geht auf irische Einwanderer in den USA zurück.

Im Mittelpunkt der deutschen Halloween-Partys stehen Hexen, Geister und Dämonen. Die Teilnehmer verkleiden sich meist als Vampire und Gespenster. Ihr Schmuck reicht von Totenkopfmasken bis zur Blut überströmten Axt. Seit einigen Jahren schwärmen verkleidete Kinder aus, um unter dem Motto „Süßes oder Saures“ an Haustüren Bonbons zu verlangen

aus IDEA Halloween wird immer gruseliger
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Montag, 15. Oktober 2007

"Der Atheismus-Wahn": Eine Antwort auf Richard Dawkins

In dieser Woche erscheint eine Antwort auf Richard Dawkins und sein Buch "Der Gottes-Wahn":
"Der Atheismus-Wahn" von Alister McGrath. Er ist Professor für Historische Theologie an der Universität Oxford – und damit ein Kollege Dawkins. (siehe auch
Intellektuellen-Streitgespräch: Ist Gott eine Wahnvorstellung?)

Hier ein paar Zitate aus seinem Buch:
>> Sein (Richard Dawkins) Ziel besteht darin, seine Leser zu einem Seitenwechsel zu bewegen. "Wenn dieses Buch erreicht, was ich damit bezwecke, werden religiöse Leser, die es einmal aufgeschlagen haben, Atheisten geworden sein, wenn sie es wieder schließen." Wobei er dies allerdings nicht für besonders wahrscheinlich hält, denn immerhin behauptet er: "… unverbesserliche Gläubige sind immun gegen Argumentation." (...)

Erstaunlicherweise finden sich kaum wissenschaftliche Analysen in "Der Gotteswahn". Stattdessen gibt es eine Menge pseudowissenschaftlicher Spekulationen, gespickt mit allgemeiner Religionskritik, die größtenteils aus älterer atheistischer Literatur entliehen ist. Dawkins predigt zu einem Chor der Gotteshasser, die seine rhetorischen Salven offensichtlich genießen und anbetend ihre Hände erheben sollen: "Jene, die behaupten, Religion und Evolutionslehre seien vereinbar, lügen! Amen. Echte Wissenschaftler lehnen den Glauben an Gott ab! Halleluja! Der Gott, an den die Juden zur Zeit des Alten Testaments glaubten, ist ein psychopathischer Kinderschänder! Amen, so sei es!"
(…)

Weshalb werden die Naturwissenschaften dermaßen missbraucht, um einen atheistischen Fundamentalismus zu untermauern? Ich finde dafür keine Erklärung. Wie viele meiner atheistischen Freunde kann ich seine enorme Feindseligkeit gegenüber allem Religiösen nicht nachvollziehen. Was für einen Stier ein rotes Tuch ist, ist für Dawkins die Religion. Sie bewirkt nicht nur eine aggressive Reaktion, sondern lässt ihn alle akademischen Grundsätze hinsichtlich gewissenhafter Recherche und Fairness über Bord werfen. Obwohl dieses verbitterte Buch mit rhetorischer Kraft und Leidenschaft geschrieben wurde, gelingt es seinen schneidenden Behauptungen kaum, zu verbergen, dass die angeführten Argumente lahm, schwach und nur aufgewärmt sind. (…)

Das unbedingte und nicht hinterfragbare Beharren darauf, im Recht zu sein, das in einigen Kreisen des westlichen Atheismus heutzutage festzustellen ist – beispielhaft veranschaulicht in "Der Gotteswahn" –, stellt ihn auf eine Stufe mit religiösen Fundamentalisten, die es ebenfalls ablehnen, ihre Vorstellungen prüfen oder hinterfragen zu lassen. (…)

aus Medienmagazin "pro" "Der Atheismus-Wahn": Eine Antwort auf Richard Dawkins
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Donnerstag, 11. Oktober 2007

Intellektuellen-Streitgespräch: Ist Gott eine Wahnvorstellung?

Der Evolutionsbiologe und aggressiv bekennende Atheist Richard Dawkins und der Mathematiker, Christ und Philosoph John Lennox diskutierten über das gerade neu in Deutsch erschienende Buch "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins.
Der Atheismus hat im Augenblick eine neue Hochkultur. Neu sind allerdings nicht die Inhalte der Argumente, sondern neu ist das Selbstbewußtsein und die Schärfe, mit der Dawkins und seine Mitstreiter an die Öffentlichkeit treten. Gott und der Glaube an ihn wird von Dawkins mit dem Glauben an ein "fliegendes Spaghettimonster" gleichgesetzt.

Wer die Debatte als Audio nachverfolgen will, findet sie hier:
Part 1 (47:28, 13.6 MB)
Part 2 (44:01, 12.62 MB)
Part 3 (27:28, 7.87 MB)

Ein guten Überblick bietet das Medien-Magazin "Pro".

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